bet haskala  

Die kleine Synagoge im Norden Berlins

 
 


Versöhnung in den heiligen Schriften





Texte der jüdischen Auswahl

1. Buch Moses - Bereschit – Genesis 12, 6 – 9

 

Und das Land hielt sie nicht, daß sie beisammen wohnten; denn ihre Habe war viel, und sie konnten nicht beisammen wohnen.

So war Streit zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh - und der Kenaani und der Perisi wohnten damals im Land.
 Da sprach Abram zu Lot: «Laß doch nicht Streit sein zwischen mir und dir und zwischen meinen Hirten und deinen, denn verbrüderte Männer sind wir.

Liegt nicht das ganze Land vor dir? So scheide von mir! Wenn zur Linken, so will ich zur Rechten, und wenn zur Rechten, so will ich zur Linken.»

 

1. Buch Moses - Bereschit – Genesis 33,4

 

Da lief Esaw ihm entgegen, umarmte ihn und fiel ihm um den Hals und küßte ihn; und sie weinten.

 

2. Buch Samuel  - 12,13 – 14 und 24-25

 

Da sprach Dawid zu Natan: «Ich habe gesündigt gegen den Ewigen.» Und Natan sprach zu Dawid: «So hat denn auch der Ewige deine Sünde beseitigt, daß du nicht stirbst.

Aber da du ,die Feinde des Ewigen' gelästert hast durch diese Sache, muß denn der Sohn, der dir geboren ist, sterben.

Und Dawid tröstete sein Weib Bat-Scheba; er ging zu ihr ein und lag ihr bei. Und sie gebar einen Sohn; und er nannte ihn Schelomo, und der Ewige hatte ihn lieb,

und er sandte durch Natan, den Begeisteten; der nannte ihn Jedidja , um des Ewigen willen.

 

Texte der christlichen Auswahl

1. Buch Moses - Bereschit – Genesis 8,21 – 22

Da roch der Ewige den Duft der Befriedigung, und der Ewige sprach zu seinem Herzen: «Nicht will ich fortan den Boden verfluchen um des Menschen willen, denn des Menschenherzens Gebilde ist böse von Jugend auf; und nicht will ich fortan alles Lebendige schlagen, wie ich getan.

Fortan, Alle Tage der Erde, Sollen Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht Nimmer aufhören.

 

1. Buch Moses - Bereschit – Genesis 50,15 - 23

 

Als nun die Brüder Josefs sahen, daß ihr Vater tot war, sprachen sie: «Wenn nun Josef uns befeindete und uns alles Böse vergälte, das wir ihm angetan haben!»

Da ließen sie Josef sagen: «Dein Vater hat vor seinem Tod geboten:

So sollt ihr zu Josef sprechen: ,Ach, vergib doch die Missetat deiner Brüder und ihre Schuld, daß sie dir Böses angetan haben!' Und nun, vergib doch die Missetat der Knechte des Gottes deines Vaters!» Da weinte Josef, als man zu ihm sprach.

Nun gingen auch seine Brüder hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: «Hier sind wir, dir zu Knechten!»

Josef aber sprach zu ihnen: «Fürchtet nicht! Bin ich denn an Gottes Statt?

Ihr habt Böses gegen mich gesonnen, Gott aber hat es zu Gutem ersonnen, um geschehen zu lassen wie heute geschieht, um viel Volk am Leben zu erhalten!

Und nun, fürchtet nicht! Ich will euch und eure Kinder versorgen.» So tröstete er sie und redete ihnen zu.

Und Josef blieb in Mizraim, er und das Haus seines Vaters. Und Josef lebte hundertzehn Jahre

Und Josef sah noch von Efraim Kinder des dritten Geschlechts, auch die Söhne Machirs, des Sohnes Menaschsches, wurden auf Josefs Knien geboren.

 

Matthäus-Evangelium  5,43 und 45

 

Ihr wisst, dass es heißt: 'Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.'

.So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt seine Sonne über Bösen und Guten aufgehen und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.

 

Texte der muslimischen Auswahl

Kor’an Sure 41, 34 – 35

 

Gut und Böse sind nicht gleich. Wehre (das Böse) mit dem ab, was das Beste ist. Und siehe, der, zwischen dem und dir Feindschaft war, wird wie ein warmer Freund werden.

 

35. Aber dies wird nur denen gewährt, die standhaft sind; und keinem wird es gewährt als dem Besitzer großen Seelenadels.

 

 

Kor’an Sure 12, 99 – 101

 

Als sie vor Joseph traten, nahm er seine Eltern bei sich auf und sprach: «Ziehet ein in Ägypten in Frieden, wie es Allah gefällt.»

Und er hob seine Eltern auf den Thron, und sie warfen sich (alle) fußfällig nieder um seinetwillen. Und er sprach: «O mein Vater, dies ist die Erfüllung meines Traums von einst. Mein Herr hat ihn wahr gemacht. Und Er hat gnädig an mir gehandelt, als Er mich aus dem Kerker führte und euch aus der Wüste herbrachte, nachdem Satan zwischen mir und meinen Brüdern Zwietracht gestiftet hatte. Wahrlich mein Herr ist gütig zu wem Er will; denn Er ist der Allwissende, der Allweise.

O mein Herr, Du hast mir nun Herrschaft verliehen und mich die Deutung der Träume gelehrt. O Schöpfer der Himmel und der Erde, Du bist mein Beschützer in dieser Welt und in der künftigen. Laß mich sterben in Ergebenheit und vereine mich mit den Rechtschaffenen .»

 

Kor’an Sure 11,48

 

Wir haben dir das Buch hinabgesandt mit der Wahrheit, als Erfüllung dessen, was schon in dem Buche war, und als Wächter darüber. Richte darum zwischen ihnen nach dem, was Allah hinabgesandt hat, und folge nicht ihren bösen Neigungen gegen die Wahrheit, die zu dir gekommen ist. Einem jeden von euch haben Wir eine klare Satzung und einen deutlichen Weg vorgeschrieben. Und hätte Allah gewollt, Er hätte euch alle zu einer einzigen Gemeinde gemacht, doch Er wünscht euch auf die Probe zu stellen durch das, was Er euch gegeben. Wetteifert darum miteinander in guten Werken. Zu Allah ist euer aller Heimkehr; dann wird Er euch aufklären über das, worüber ihr uneinig wart.